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Bürgerinitiativen gegen den Aus/Neubau des Flugplatzes Kassel-Calden
Presseerklärung 21.02.08 Kläger werden bestätigtDas VGH Kassel hat mit seiner Kritik endlich mal die als „Notorische Nörgler“ bezeichneten Flughafengegner bestätigt. Die Bedarfsprognosen standen von Anfang an im Mittelpunkt der Kritik der Bürgerinitiativen. Erst war es das Gutachten der FAG von 1999 mit dessen Zahlen bei allen Anteilseignern die Entscheidung zum Flughafenneubau getroffen wurde. Auch damals ungeprüft. Heute haben sich die Passagierzahlen halbiert und die Kosten verdreifacht, wenn man der aktuellen Prognose Glauben schenken darf. Aber auch diese Bedarfsprognose von Intraplan scheint sich gerade in Luft aufzulösen. Die Bürgerinitiativen freuen sich, dass endlich mal die Überheblichkeit des Regierungspräsidiums ausgebremst wird und das mit der Kritik am Mittelpunkt des Verfahrens. Denn ohne eine plausible und nicht nachvollziehbare Bedarfsprognose sind die Enteignung von Grundeigentum und die erheblichen Eingriffe in die Natur nicht gerechtfertigt. Es ist hier allerdings auch die Frage zu stellen, inwieweit dem RP und der Flughafen GmbH die Möglichkeit gegeben wird, diese Mängel zu beseitigen. Ohne das Intraplan sich dazu in die Karten gucken lässt und wichtige Informationen zum Prognoseverfahren offen legt, wird das nicht möglich sein. Das Unternehmen hat bundesweit für fast alle Flughäfen Prognosen erstellt und genießt damit eine Monopolstellung. Sollten durch die Überprüfung des Gutachtens für Kassel-Calden, nachweisliche Mängel festgestellt werden, wird das weit reichende Folgen haben. Die BIGA hofft, dass das VGH Kassel sich nicht so leichtfertig wie das Regierungspräsidium zufrieden stellen lässt.
Steffi Weinert
Siehe auch: Dilettantische Flughafen-Planung Raiffeisenbank Calden, Verwendungszweck: BIGA |