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Bürgerinitiative Hannoversch Münden
gegen den Ausbau des Flughafens Kassel-Calden
und für Umwelt- und Naturschutz e.V.

 

Pressemitteilung

29.02.2008

Wird Ausbau in Calden gestoppt?

Sehr geehrte Frau Sangerhausen,

zu Ihrem gestrigen Vorbericht und der heutigen ausführlichen Berichterstattung nehmen wir wie folgt Stellung:

Offensichtlich will Roland Koch in eventuellen Koalitionsverhandlungen versuchen, wenigstens eine andere als die planfestgestellte Variante C als Minimallösung durchzusetzen (..."könnte in der bisher geplanten Größenordnung...nicht zustande kommen" oder "...müsse für Kassel-Calden die kommende Landesregierung noch über den Einsatz von Steuergeld entscheiden").

Roland Koch wird den gesamten Flughafenneubau demnach seinem Streben nach Machterhalt opfern, auch wenn nach seinen bisherigen Aussagen der Neubau für das Überleben der Region unerläßlich ist - da ist ihm sein eigenes (politisches) Überleben doch wichtiger.

Hans Weichlein            Dr. Wilbrand Krone


Angst vor Ausbaustopp in Calden

Die in diesem Artikel von Herrn Bürgermeister Andreas Dinges vorgebrachten Argumente sind nicht nachvollziehbar oder schlichtweg falsch.

1.) Der bestehende Flughafen muß und kann problemlos saniert werden. Im Falle des Neubaues würden die Anteilseigner Kassel, Kreis Kassel und Calden mit insgesamt 43 Mio Euro belastet, das Land Hessen mit 108 Mio Euro. Eine Sanierung bedeutet für die "kleinen" Anteilseigner eine Ersparnis von dreizehn bis achtzehn Mio Euro (Instandsetzung lt. Dinges 25-30 Mio Euro), für das Land Hessen die Möglichkeit, mit 108 Mio Euro sinnvolle Aufgaben zu erfüllen.

2.) Die Gemeinde Calden ist beim Neubau mit sieben Mio Euro dabei, das ist offensichtlich kein Problem, wohl aber zehn Mio Euro für die Sanierung. Vielleicht könnten die zusätzlichen drei Mio von Kassel und Kreis Kassel übernommen werden, die sparen dann immer noch, es sei denn, die Verteilung der Anteile würde prozentual bestehen bleiben, dann wäre Calden fein raus. Oder das Land beteiligt sich doch an der Sanierung.

3.) Die bereits heute bestehenden Arbeitsplätze in den luftfahrttechnischen Betrieben sind im Falle des Neubaues gefährdet, nicht bei Beibehaltung der derzeitigen Anlage. Herr Dinges sollte sich besser bei den Geschäftsleitungen dieser Firmen informieren und sinnlose Versuche unterlassen, Angst vor Arbeitsplatzverlusten zu verbreiten.

Hans Weichlein


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