Die kleinen fliegenden RasenmäherDer Leserbrief von Karl Heinz Eckel in unserer Ausgabe vom 12. Februar möchte der Bührener Eckehard Wolff nicht unkommentiert stehen lassen. "Sehr geehrte Damen und Herren, den Brief von Herrn Eckel möchte ich wie folgt richtigstellen: Herr Eckel meint, dass die Einflugschneise in einer Höhe von 3.000 Metern über Hann. Münden geht. Richtig ist aber eine Höhe von 850 bis 1.000 Metern. Wenn schon die 'kleinen fliegenden Rasenmäher' so laut sind, wie ist dann erst der Lärm der großen Maschinen? Mit Sicherheit würde es dann über Hann. Münden nicht mehr ganz so ruhig sein. Letzteres würde übrigens auch bei einer Höhe von 3.000 Metern zutreffen. Da hilft nur noch eines: 'Ohrenschützer kaufen oder den Wohnort wechseln.' Nun zum "Profit" der Bürgerinitiative! Welchen Profit hat denn diese? Doch nur den der gesunden Umwelt! Und der kommt allen zugute. Schließlich das 'Objekt' Beberbeck: Wann wachen die Verantwortlichen endlich auf, dass die Natur solch einen gigantischen Eingriff nicht verkraften kann? (z. B. Austrocknung des Reinhardswaldes durch Wasserentzug!). Frei nach Schiller: "Jedoch der schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn!"
Eckehard Wolff, ...Unser Leser Leo Glatzel kann sich mit den Äußerungen von K.H. Eckel aus Reinhardshagen ebenfalls nicht anfreunden. Glatzel äußerst sich dazu wie folgt: "Alle politischen Gremien und Gebietskörperschaften lehnen - ohne jede Ausnahme - den Neubau (des Flughafens) Kassel-Calden ab. Deshalb hat man die Variante kreiert. Sie schont Nordhessen und verlagert die Belastungen auf Südniedersachsen. Deshalb stimmten dieser Variante auch über 90 Prozent der hessischen Landtagsabgeordneten zu. Die Tagespresse brachte vermittelnd die 'Südverschwenkung' ins Spiel. Diese entlastet den Mündener Raum, belastet jedoch geringfügig einige nordhessische Gemeinden. Deren Ortsbürgermeister, die sich vorher in ihrer Befürwortung (zum Flughaufenausbau Kassel-) Calden nicht genug hervortun konnten, protestierten empört. Sie verwiesen gar empfehlend auf die Mündener Bürgerinitiative. Warum wohl? Vielleicht könnte Herr Eckel sein Engagement für den Neubau (des Flughafens Kassel-Calden damit krönen, indem er sich für eine 'Nordverschwenkung' über Reinhardshagen stark macht. Die dankbarkeit vieler, vielleicht sogar die des hessischen Ministerpräsidenten und des Kasseler Regierungspräsidenten, wären ihm sicher. Einverstanden? Nur Mut!"
Leo Glatzel, Quelle: Mundener Rundschau, 19.02.2006 ...Unser Leser Karl Heinz Eckel sieht unsere BI-Fortsetzungsserie über das Planfeststellungsverfahren hinsichtlich des Aus-/Neubaus des Flughafens Kassel-Calden kritisch. „Dieses Thema ist ein Dauerbrenner, um die Seiten zu füllen. Ihren Ausführungen zufolge werden alle Mündener Bürger irgendwann mit Hörschäden und Schädelbrummen ziellos durch die Gegend irren, Tatsache Ist doch: Wenn die Einflugschneise über Hann. Münden geht, ist der Luftraum bis 3.000 Meter Höhe für alle Flugobjekte gesperrt. Somit können nicht mal mehr die kleinen fliegenden Rasenmäher, die ihr Unwesen am Wochenende über dem Fulda- und Wesertal abknattern“, fliegen. Ich bin sicher, dass es dann ganz ruhig wird über Münden. Die Ohren möchte ich sehen, die Laute aus 3.000 Metern Höhe hören! Ich habe den Eindruck, das sich einige, von der Bl profitierende, ein bisschen verrannt haben. Wird der Flughafen gebaut wird das Objekt-Bebebeck verhilft dazu wesentlich, bin ich sicher, dass die Gäste, die mit Ihrer Brieftasche nach Münden wollen, sicherlich keinen Passierschein beantragen müssen. Mein Rat: Abschalten und noch mal neu anfangen zu denken."
Karl-Heinz Eckel, Quelle: Mundener Rundschau, 12.02.2006 |