BI-Intern
Back

 

Initiative für ein Bürgerbegehren "Leere Kassen – Calden lassen!"

BIGA KS-Calden für Nordhessen
Bürgerinitiativen gegen den Aus/Neubau des Flugplatzes Kassel-Calden

 

24.01.08

Presseerklärung

Die Initiative für ein Bürgerbegehren "Leere Kassen – Calden lassen!" und die BIGA (Bürgerinitiative gegen den Aus/Neubau von Kassel-Calden) äußern sich sehr erstaunt darüber, dass die SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti den Flughafen Kassel-Calden als Teil einer "guten Verkehrspolitik" ansieht, wie sie in einem Brief an "alle Wählerinnen und Wähler" sagt.

Auch im fernen Wiesbaden dürfte nicht unbekannt geblieben sein, dass weit über 10.000 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kassel (mehr als die Kasseler CDU bei der letzten Kommunalwahl an Stimmen bekommen hat) sich durch ihre Unterschrift zu der Position bekennen, die Stadt Kassel möge sich aus der Flughafengesellschaft zurückziehen und ihren Anteil an das Land Hessen verkaufen.

Ferner sollte bekannt sein, dass beim Verwaltungsgericht in Kassel 130 Klagen von direkt betroffenen Bürgern und Kommunen aus dem Landkreis eingereicht wurden, die sie selbst finanzieren müssen. Währenddessen hat die Flughafen GmbH erst kürzlich, nach fast 10 jähriger Planung, die Genehmigung für die nötigen Investitionen für den Flughafenneubau durch ein EU-Notifizierungsverfahren beantragt. Damit ist die Finanzierung des überflüssigen Projektes durch Steuergelder sehr fragwürdig.

Paderborn, ein Regionalflughafen in Deutschland, der schwarze Zahlen schreibt, droht durch Calden seine Rentabilität einzubüßen, weil ihm die Passagiere aus Nordhessen verloren gehen würden. Mit den dicht umliegenden Flughäfen Hannover, Erfurt und Frankfurt hat aber auch Kassel-Calden kaum eine Chance.

Es sei denn, es geht überhaupt nicht mehr um Passagierverkehr, sondern wieder um Nachtfrachtflüge, die der Einhaltung eines Versprechens gegenüber der Bevölkerung im Rhein-Main-Gebiet dienen.

Frau Ypsilanti dürfte auch nicht entgangen sein, dass ihr Programmschwerpunkt "Erneuerbare Energien" an Glaubwürdigkeit einbüßt, wenn sie ein Projekt befürwortet, das ganz bestimmt nicht mit Strom aus "Sonnen- Wasser- Wind- und Bioenergie" betrieben werden kann. Eine gute Verkehrspolitik würde sich um die Alternativen zum Verbrauch immer knapper und teurer werdenden Energieformen kümmern.

ICEs und mit Brennstoffzellen angetriebene Busse gehören zu den nahliegenden Optionen. Aber, so sagen die Sprecherin von BIGA und der Sprecher der Initiative am Ende ihrer Ausführungen, die Bürgerinnen und Bürger in Nordhessen wissen nun noch besser, welche Parteien sie am Sonntag unterstützen werden.


Spendenkonto: BIGA, Kto.: 21300, BLZ 520 652 20,
Raiffeisenbank Calden, Verwendungszweck: BIGA

Home Startseite Top Back